„Warum zahle ich für meinen Parkplatz Betriebskosten?"

20140414-01 Ein Parkplatz im Freien, eine Garage, ein Carport, ein Tiefgaragenparkplatz usw. haben seit der Wohnrechtsnovelle des Wohnungseigentumsgesetzes 2002 einen eigenen Mindesteigentumsanteil bzw. Nutzwert welcher auch im Grundbuch eingetragen wird.
Ihre Mindestanteile für Ihre Wohnung, Haus und Parkplätze, Garage usw. sind im Nutzwertgutachten, erstellt von einem gerichtlich beeideten Sachverständigen für Immobilienwesen, ersichtlich.

Die Betriebskosten für den Stellplatz, Garage oder Carport sind demzufolge ein Teil der Gesamtkosten der allgemeinen Betriebskosten, die für die ganze Liegenschaft anfallen und separat vorgeschrieben werden müssen, da dies im Wohnungseigentumsgesetz 2002 so festgelegt ist.
Ein wesentlicher Grund für diese Gesetzeslage ist, dass ein Parkplatz, Garage, Carport usw. auch separat verkauft werden kann und der neue Eigentümer so auch seinen Beitrag zu den Betriebskosten leistet.

Anbei zum Nachlesen der Gesetzestext:

Auszug aus dem Wohnungseigentumsgesetz § 2 Abs. 2 und § 32 Abs. 1
§ 2. (2) Wohnungseigentumsobjekte sind Wohnungen, sonstige selbständige Räumlichkeiten und Abstellplätze für Kraftfahrzeuge (wohnungseigentumstaugliche Objekte), an denen Wohnungseigentum begründet wurde. Eine Wohnung ist ein baulich abgeschlossener, nach der Verkehrsauffassung selbständiger Teil eines Gebäudes, der nach seiner Art und Größe geeignet ist, der Befriedigung eines individuellen Wohnbedürfnisses von Menschen zu dienen. Eine sonstige selbständige Räumlichkeit ist ein baulich abgeschlossener, nach der Verkehrsauffassung selbständiger Teil eines Gebäudes, dem nach seiner Art und Größe eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung zukommt, wie etwa ein selbständiger Geschäftsraum oder eine Garage. Ein Abstellplatz für ein Kraftfahrzeug ist eine - etwa durch Bodenmarkierung - deutlich abgegrenzte Bodenfläche, die ausschließlich zum Abstellen eines Kraftfahrzeugs gewidmet und dazu nach ihrer Größe, Lage und Beschaffenheit geeignet ist; eine Stellfläche etwa aus Metall, die zu einer technischen Vorrichtung zur Platz sparenden Unterbringung von Kraftfahrzeugen gehört, ist einer Bodenfläche gleichzuhalten.
§ 32. (1) Die Aufwendungen für die Liegenschaft einschließlich der Beiträge zur Rücklage sind von den Wohnungseigentümern nach dem Verhältnis ihrer Miteigentumsanteile bei Ende der Abrechnungsperiode zu tragen.